Ausgabe 02/2009
März + April 2009

An Gudrun Beckmann ...

Zu ihrem Sarplaninac – Portrait

 

 

 

Fifa od Drndarskog, nicht feldgrau

Foto: Dragan Drndarski

Hallo Gudrun,

 

vor ein paar Tagen bekam ich Dein Portrait über den Sarplaninac und das erschien in der „Fachzeitschrift“ Partner Hund im November 2008. Ehrlich gesagt, ich habe gestaunt und daher dieser Brief.

 

Unter dem Titel:

 

Der Sarplaninac - König der Balkan Berge

 

Schreibst Du also:

„ ... Sar – Planina, die „graue Hochebene“, heißt das Gebirge im Zentrum des Balkan. Und der große graue Hund, der dort die Menschen, ihre Häuser, ihre Herden gegen alle zwei - und vierbeinigen Räuber bewacht, heißt Sarplaninac.“

 

Habe ich da was versäumt oder gar eine Bildungslücke? Bisher dachte ich, Sar – Planina übersetzt man mit der Ort der Berge oder des Berges. Aber „graue Hochfläche“? Und im Zentrum des Balkan?

 

Woher hast Du dann diese Bezeichnung? In schlauen Artikeln habe ich gelesen, die Sar – Planina, die gar nicht so heißt, sondern Malet e Sharrit, Mali i Sharrit, oder einfach Sharr und der gesamte Kosovo bestehen überwiegend (über 40%) aus bewaldeten und daher grünen „Landschaften“. Aber grau?

    .    

Quelle: Anina Prenner

Suchet, so werdet ihr finden, findet gleich, dann braucht ihr nicht lange zu suchen. Und ich hatte eine Ahnung. Denn ich fand Deine „alte Freundin“ Ilona Hambitzer, die immer noch als Züchterin im Schweizer Club für ausländische Hirtenhunderasse „firmiert“. Ihr Zwingername: „Aus den grauen Hochflächen“ und damit bin ich beruhigt, es war ein „dramaturgischer Kunstgriff“ und ich bin doch nicht so ungebildet.

 

Und im Herzen des Balkan? Die Experten streiten sich, wo dieser anfängt und wo er aufhört. So fand ich die schönen Sätze:

 

„ ... Südlich Wiens, in Slowenien und Kroatien, ist ausgesprochen riskant, diese Länder zum „Balkan“ zu zählen. Und wer gar den herostratischen Mut aufbrächte, in Ungarn den Landesnamen und „Balkan“ in einem Satz zu vereinen, der hätte augenblicklich ganze Auditorien gegen sich aufgebracht. Offenkundig will nicht jeder zu der Region gehören, deren Grenzen ein geistvoller Soziologe aus Belgrad 1972 so bestimmte: „Der Balkan beginnt dort, wo die Toiletten der internationalen Züge eine Stunde nach Grenzübertritt zum Davonlaufen aussehen“.

 

Hilft das weiter? Nicht so richtig und daher eben eine Karte.

Quelle: Wikipedia

Zählt man dann aber - wie hier – Griechenland auch noch zum Balkan, bekommt man eins auf die Mütze. Somit liegt die Sar – Planina eher am Rande des Balkan, nicht aber im Herzen.

 

Es sei denn, Du meinst das Balkan – Gebirge.

 

Quelle: Wikipedia

 

Damit wären wir dann aber in Bulgarien und den Bulgarischen Schäferhund hast Du ja nicht beschrieben.

 

Noch mal ein Blick auf die Karte mit dem Balkan. Die ist veraltet, denn am 17. Februar 2008 erklärte das Parlament in Priština mit der Proklamierung der Republik Kosovo seine Unabhängigkeit von Serbien. Und damit ade Sar – Planina, denn die Kosovaren sprechen albanisch und in dieser Sprache heißt das Gebirge Malet e Sharrit, Mali i Sharrit, oder einfach Sharr. Übrigens auf beiden Seiten der Grenze zwischen Mazedonien und dem Kosovo. Denn wenn Du hinter der Hauptstadt in die Berge gehst, also in die Gegend zwischen Tetovo und Kumanovo, ist die Mehrheit (mind. 80%)albanischer Abstammung.

Quelle: Wikipedia

Weiter las ich und auch das hat mich etwas verwundert:

 

„ ... Der Sarplaninac ist so eine uralte Regionalrasse. Und egal welche Völker mit welchen Hunden durch oder in die Dinarischen Gebirge zogen, der Sarplaninac war schon da. Er ist in seinem eher dunklen Zottelfell der typische Berghund des westlichen Balkan geblieben.“

 

Das mit dem „eher dunklen Zottelfell“ kommt später, aber die Dinarischen Gebirge und dort war der Sarplaninac schon immer da?

 

Zwar weiß ich so ungefähr, wo diese Gebirge liegen und was dazu zählt, aber wo sie aufhören, weiß ich eben nicht genau, also nachschauen. Damit ich nichts durcheinander bringe, Auszüge aus Wikipedia:

 

„ ... Die Dinariden bilden einen 700 km NNW–SSO streichenden, meridional zwischen 46°–42° N liegenden Bogen im westlichen Balkan...

 

Im  Nordwesten ... ist das Gebirge relativ schmal (50 km) und hat Mittelgebirgscharakter. Nach Südosten gewinnt es an Breite und Höhe...

 

Das Dinarische Gebirge schließt sich an die Julischen Alpen in Nordostitalien und Slowenien an und verläuft über die Balkanhalbinsel, Kroatien, Bosnien-Herzegowina und Montenegro bis zum Drin in Nordalbanien.

 

Der montenegrinisch-nordalbanische Raum ist ausgeprägteste Hochgebirgsregion der Balkanhalbinsel...

 

Fernweidewirtschaft ist insbesondere in Montenegro und der Herzegowina, Transhumanz in den küstenländischen Gebirgen (Orjen), Almwirtschaft in Bosnien entwickelt.“

 

Also kann auch das nicht ganz stimmen, denn der „westliche Balkan“ ist die Heimat mehrerer Hirtenhunde, aber nicht des Sarplaninac. Da wäre der Kraski Ovcar in Slowenien, der Tornjak aus Bosnien - oder wie manche auch meinen aus Kroatien - und dann erst der Sarplaninac.

 

Und nach dieser Definition hören die Dinarischen Gebirge an der Grenze von Montenegro und dem Norden von Albanien auf. Da aber beginnt erst die ursprüngliche Heimat des „dunklen Berghundes mit dem Zottelfell“.

 

Sicher trifft man im ganzen ehemaligen Jugoslawien Sarplaninac, aber in die meisten Gegenden sind sie viel, viel später gekommen und andere waren eben schon da.

 

 Jetzt kommt es „hammerhart“, denn Du gibst zum Besten:

„ ... Seine offizielle Geschichte beginnt nach dem 1. Weltkrieg im damaligen Königreich Jugoslawien. 1934 gründete die königliche Armee im serbischen Nis eine Zuchtstation, in der man, passend zum Feldgrau der Soldaten, einen eisengrauen Diensthund züchtete.

 

1939 wurde er als Illyrischer Schäferhund offiziell von der FCI anerkannt. Doch schon 1957 machte man aus ihm zwei neue Rassen: den kleineren kroatischen Kraski Ovcar und den größeren Jugoslovenski ovcarski pas - Sarplaninac.“

Liebste Hedwig, Verzeihung Gudrun, aber dieser Absatz erinnert mich sehr stark an die schönen Geschichten einer deutschen und sehr erfolgreichen Schriftstellerin. Kein Wunder also, dass nicht nur ich von Dir rede als der „Hedwig Courts – Mahler der Hirtenhundeszene“.

 

Sicher wird Deine Beliebtheit in Slowenien nicht gerade explodieren, wenn Du den slowenischen Hirtenhund eben mal nach Kroatien „exportierst“, denn der Kraski ist nun mal eine slowenische Rasse und wird es trotz Deiner Bemühungen auch bleiben.

 

Die offizielle Geschichte des Sarplaninac beginnt übrigens nicht nach dem 1. Weltkrieg, denn da gab es ihn bereits einige hundert Jahre und natürlich auch nicht in Nis. Obwohl es dort, oder wenigstens in der Gegend auch schon einige Jahrhunderte solche Hunde gab. Und Bist Du Dir eigentlich sicher, dass die serbische Armee „feldgrau“ uniformiert war? Also ich nicht und daher erinnere ich mich an die grünen Käppi und die grünen Uniformen. Grüne Hirtenhunde aber gibt es nicht.

Passt farblich nicht so richtig

Quelle: Sandor Barna

Das mit „feldgrau“ hattest Du aber doch schon mal in einem anderen Artikel, daraus ein Zitat:
„ ... Aber auf Äußerlichkeiten legten die Bauernhirten im und um den Kaukasus keinen großen Wert. Die Arbeitsleistung, die Vitalität ihrer Hunde war ihnen immer wichtiger als Felllänge oder –farbe. Erst als nach der Oktoberrevolution auch die Hundezucht in Rußland verstaatlicht wurde und die Armee die Zucht der Kaukasen übernahm, wurde das Erscheinungsbild dieser Hunde etwas einheitlicher. Und das beim Militär allgemein so beliebte „Feldgrau“ setzte sich mehr und mehr durch. Doch mit der Perestroika und der Re-Privatisierung der Zucht wurden auch die Kaukasen wieder „bunter“.“

Die Zucht von Kaukasen war noch nie verstaatlicht und erst als die „rote Armee“ begann, sich für Diensthunde zu interessieren, züchtete man diese Rasse auch in staatlichen Zwingern und in Zuchtanlagen des Militärs , übrigens in allen möglichen Farben, wie ich anhand von Bildern der „Militärhunde“ nachweisen kann.

Im Gebiet des Kaukasus aber scherte man sich um „feldgrau“ oder andere Farben einen Dreck, man benötigte Arbeitshunde und die sahen wie eine Farbenschachtel aus, darunter eben auch graue Hunde.

Aber zurück nach Nis und dem Sarplaninac.

Nis ist eine sehr alte Stadt und war schon immer der Hauptverbindungsweg von Mitteleuropa nach Griechenland und in die Türkei,

Wikipedia schreibt daher:

 

„ ... Niš, an der Kreuzung wichtiger europäischer Straßen gelegen wie an der alten so genannten Kaiserstraße, die von Belgrad über Niš, Sofia, Plowdiw und Edirne bis nach Istanbul reichte und der ehemaligen Europastraße 5 (heute teils E 75, teils E 80) entspricht, ist eine der ältesten Städte des Balkans...

 

Die frühesten Besiedlungen stammen aus der Zeit 6000 - 5000 v.Chr. Im 3. vorchristlichen Jahrhundert vertrieben die Kelten die Illyrer aus der Gegend um Niš und gründeten die Siedlung Navissos, die Stadt der Fee...

 

Die Römer eroberten die Stadt 75 v. Chr.. Navissos wurde in Naissus umbenannt und entwickelte sich zu einem der wichtigsten Kastelle des römischen Balkans. Durch Naissus führe die strategische Straße Via Militaris,  die von Konstantinopel aus über Adrianopel – Philippopolis – Serdica – Naissus quer über die Balkanhalbinsel bis nach Singidunum (heute Belgrad) führte...

 

Um 580 siedelten die ersten Slawen um Naissus, die der Stadt ihren slawischen Namen Niš gaben. 615 wurde die Stadt von den Slawen und Awaren erobert, womit die römisch - byzantinische Herrschaft im Moravatal ein vorläufiges Ende fand.“

An dieser Stelle bin ich bereit zu wetten, dass die Illyrer ihre Herden durch die Stadt trieben und dabei halfen ihnen ihre Hirtenhunde. Und noch etwas wette ich, sie hatten graue Hunde dabei. Ganz korrekt eisengraue, die dann bei Dir „feldgrau“ heißen.  

Denn der kynologische Verband des Kosovo schreibt über die Farben der Hunde aus dem Sharr Gebirge:

„ ... Beim Deltari Ilir haben wir einige Farbvarietäten, wobei prozentual folgende Farben dominieren:

 

Graumeliert (verschiedenenfarbigen Streifen) oder Tigerfarbe 30 %,  20 % graue Farbe mit allen Varietäten, 20 % gelbe Farbe mit dunkler Schnauze, 20 % weißer Farbe und 10 % tarnfarbig.“

  Die aber hatten mit Militär und feldgrau auch nichts am Hut, egal ob in Nis oder anderswo.

 Und auch die heutige serbische Armee als Betreiberin der Anlage in Nis ist anderer Meinung, als Du behauptest. Denn In der neunziger Jahren kauften sie unter anderem einen Rüden im Kosovo, sein Name Sokol, seine Farbe beige oder sandfarben mit schwarzer Maske. Von ihm gibt es Nachkommen. Ein Sohn müsste noch dort sein, mit einer Tochter züchtete man weiter. Beide haben die Farbe des Vaters und passen gar nicht zum „feldgrau“ der Armee. Graue Hunde übrigens auch nicht zur Uniform ihrer Hundeführer.

Also hör endlich auf, diesen Blödsinn zu verbreiten. Hirtenhunde sind keine „Militärs“ und somit haben sie auch nicht militärische sondern praktische Farben und die züchteten ihnen Schäfer und Hirten an und nicht irgendein General irgendeiner Armee.

Aber weiter in Deinem „wunderschönen“ Text:

“„ ... Jahrzehntelang galt vor allem der Große Eisengraue als Nationalbesitz, dessen Export verboten war. Erst 1970 kamen die ersten Hunde als Devisenbringer nach Westeuropa.

In keiner einzigen Quelle wurde bisher glaubhaft nachgewiesen, dass der Export von Sarplaninac verboten war, denn es gab auch damals vereinzelte Exemplare in Deutschland und anderen europäischen Ländern, sagte man mir.  Aber diese Behauptung haben alle abgeschrieben.

Richtiger wäre, es hat sich bis dahin niemand richtig für diese Hunde interessiert. Im übrigen kannte man außerhalb des ehemaligen Jugoslawiens gar keine andere Farbe als die graue. Und wenn schon Verbot, dann für alle Farben und nicht für eine einzige. Denn spätestens bei der Nachzucht wären die anderen Farben ganz schnell wieder ans „Tageslicht“ gekommen und damit das Exportverbot umgangen.

Weil Du schreibst, man streite sich darüber, wessen „Nationalhund“ der Sarplaninac ist, auch das ist falsch. Seit der Unabhängigkeit des Kosovo streitet niemand, denn dort ist man der Meinung, eine eigenständige Rasse zu haben, von der Sarplaninci abstammen.

An dieser Stelle eine Frage. Wurde der Sarplaninac auf dem Balkan ausgewiesen oder vertrieben? Denn sonst hätte er in Frankreich ja keine neue Heimat finden können.

Und wer hat Dir diesen Satz nur eingeflüstert, wenn es um Hirtenhunde geht?

“ ... Die Diensthunde und Revierwächter aus Nis und dem Kosovo starben in den Bürgerkriegen fast aus.“

Es sind keine  „Diensthunde und Revierwächter“, ist das so schwer? Und sie stammen aus dem Kosovo, aber niemals aus Nis und leben heute eben in vielen Ländern und Gebieten des ehemaligen Jugoslawiens.

„Auch in Österreich und der Schweiz wird er gezüchtet“, schreibst Du. Dann schreibe aber auch, was man dort zum größten Teil züchtet. Kranke Hunde, Hunde mit einem untypischen Charakter, vorsichtig beschrieben und Hunde, die immerhin mit einem Sarplaninac eine gewisse Ähnlichkeit haben, aber keine Sarplaninac sind, wenn man weiß, was man darunter im Ursprung versteht.

Der nächste Blödsinn:

„ ... In Deutschland vermittelt man lieber Import - Hunde, die Kenner aus seiner alten Heimat mitbringen.“

Welche Kenner? Meinst Du etwa die aus den beiden Vereinen, die vorgeben, diese Rasse zu betreuen? In einem Verein züchtet niemand mehr, nachdem man sich heillos verstritten hat und der Nachfolgeverein darf oder will nicht züchten, solange er nicht im VdH ist.  Daher vermittelte man in jüngster Vergangenheit z. B. Hunde aus Österreich, da beweist sich dann das „Kennertum“, oder ich schreibe, die Katastrophe hält Einzug, weil das eher meine Meinung ist.

Recht hast Du, wenn Du schreibst, ein Sarplaninac sei ein Hirtenhund, endlich mal recht. Aber Sozialverhalten muss jeder Hund jeder Rasse lernen, nicht nur der Hirtenhund Sarplaninac, sonst geht es immer in die Hosen.

Staunen würdest Du und die Züchter in den Ursprungsländern nicht beleidigen und herabwürdigen, wenn Du Dir die Mühe machen würdest, einmal zu erleben, wie gut dort die Hunde sozialisiert werden. Und dann sind auch diese Sätze nicht nur falsch, sondern überflüssig, bzw., sie gelten für alle Züchter dieser Welt, die etwas elementares falsch machen:

„ ... Er (Sarplaninac) ist eigentlich ein ruhiger Hund, aber er bleibt immer aufmerksam und Fremden gegenüber misstrauisch. So ein Hund muss nicht nur vom Halter vom ersten Tag an gut erzogen werden. Er muss schon vom Züchter gut sozialisiert, auf die Welt draußen vorbereitet sein..

Ist ein Sarplaninac hierzulande" "ganz normal" im Haus mit Garten aufgewachsen, dann kennt er das alles ...

Ist er jedoch draußen in der menschen- und autofreien Landschaft aufgewachsen, muss er das alles im Schnelldurchgang lernen. Da aber Lernen nur in entspannter, stressfreier Atmosphäre stattfindet, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass er es nie mehr richtig lernt, dass er auch als Erwachsener viel zu häufig viel zu heftig und viel zu abwehrend reagiert.“

Es sei Dir gesagt, die Züchter aus Serbien, Mazedonien oder anderen Ländern des Balkan laufen auch nicht mehr zu den Ausstellungsorten, oder fahren mit dem Eselskarren, sie haben ein Auto und auch bei ihnen gibt es Nachbarn, die ganz normale „Geräuschmacher“ sind. Also lernen auch dort die Hunde eine ganze Menge für den Alltag. Mein Rüde stammt nicht aus einer deutschen Zucht, er wurde nicht von Kennern empfohlen und doch lebt er sehr zivilisiert hier in Deutschland.

Richtig ärgern  kann man sich dann noch über die „Bezugsquellen“ für Sarplaninac. Denn darin findet man genau die Clubs wieder, die für das Elend des Sarplaninac verantwortlich sind Und wenn man prüfen soll, bevor man sich bindet, hat man in den genannten Ländern schon „eine beachtliche Auswahl“ an Züchtern.

Also auch mal wieder der berühmte Schuss in den Ofen, oder der Griff ins Klo.

Was haben Die eigentlich die Hirtenhunde außer Deinen beiden Podhalaner  Rüden getan, dass Du über eine Rasse wie den Sarplaninac so etwas schreibst?

Und zum Schluss wäre da noch das „eher dunkle Zottelfell“. Hirtenhunde sind glatthaarig, haben gelegentlich leichte Locken, oder Schnüre, aber eines haben sie nicht, Zottelhaare. Wenn Du mal wieder in schlauen Büchern stöberst, lies mal nach, was man unter zottelhaarig versteht. Und eher dunkel sind sie auch nicht, sogar den Sarplaninac und im Kosovo den Deltari Ilir gibt es in weiß.

Das kann oder sollte man übrigens wissen, wenn man sich von dpa als Verhaltensforscherin bezeichnen lässt, die sich seit Jahren mit dem Verhältnis zwischen Mensch und Hund beschäftigt und zahllose „Portraits“ über Hunderassen schreibt.

In welchem Stil? Das habe ich hoffentlich ausführlich beschrieben.

P.S.: Bevor Dein Artikel erschien, rief am 30. 07. jemand von der Redaktion „Partner Hund“ bei mir an, deren Anliegen, ob ich Bilder der Rasse zur Verfügung stellen könnte.

Meine Antwort, für Gudrun Beckmann Texte keine, denn ich ahnte, was da kommen würde.

Hartmut Deckert