Ausgabe 01/2009
Januar + Februar 2009

 

Sarplaninac Portrait …

Und danach

Ab September 2008 war unser neues Portrait über den Sarplaninac zu lesen. Und es wurde gelesen.

Bei einigen wenigstens löste es ziemlichen „Wirbel“ aus. Verständlich war der allerdings nicht gerade. Denn anstatt sich mal im Spiegel zu betrachten, oder mal an die eigene Nase zu fassen, beschimpfte man den Autor, also mich. Auch nichts Neues, denn so was bin ich gewohnt. Also mal der Reihe nach und ein paar Beispiele.

Beginnen möchte ich mich meinem „Lieblingsland“, wenn es um die Zucht von Sarplaninac geht, Tschechien.

Mit dem Besitzer des Rüden Car dren Sharisland, Martin J. habe ich in einigen Telefonaten über den Deckakt seines Hundes in Österreich diskutiert und wir haben sogar eine gemeinsame Meinung gefunden. Er meinte irgendwann, ich hätte recht und dieser Wurf sei nicht gut gewesen, zumal ihm die Hündin auch nicht besonders gefallen habe. Großes „Ehrenwort“, das kommt nicht wieder vor. Beziehungsweise, er würde überhaupt keiner Anfrage mehr zustimmen.

Umso erstaunter war ich, als ich den folgenden Eintrag auf der Seite des österreichischen Clubs entdeckte:

„ ... Car dren Sharisland CMKU/JOS/2996/40/06 HD A
x
Bajka crin Biser Sar-Planine JSCH 124 HD A

Familie Wichmann
Zuchtstätte in Eintragung“

Die hatten es derart eilig, dass noch nicht mal eine Zwingereintragung vorlag. Die allerdings braucht man nach meinen Wissen, sonst kann die Zuchtleitung keine Zulassung erteilen.

Nur was ist in Österreich schon normal, frage ich mich, nach den Erfahrungen, die ich gemacht habe.

Wieder habe ich Martin angerufen, diesmal war das Gespräch ziemlich kurz, er meinte, mit mir wolle er nicht mehr sprechen.

Wahrscheinlich habe ich ihn beim zählen der schnell verdienten „Decktaxe“ gestört. Oder er wollte mit mir über die Würde eines Tieres nicht mehr diskutieren.

Würdelos sei schon der Deckakt gewesen, wurde mir geschrieben, der fand auf die „Schnelle“ auf einem Parkplatz nach einer Ausstellung statt.

Wesentlich würdeloser aber ist es, derartige Verpaarungen zu machen, denn die Welpen haben alle Chancen bei dem Vater, später mit HD in allen Abstufungen zu leben. Ausdrücklich ausnehmen will ich die Hündin, die diese „Vergewaltigung“ ertragen musste. Denn die erfüllt wenigstens die Voraussetzungen, auf die der Club wenigstens in der Theorie so großen Wert legt, die er aber in der Praxis mit Füßen und „Springerstiefeln“ tritt. Man schreibt auf der Seite des Vereines:

„ ... Die Zuchtbestimmungen des Hirten- und Hütehundeclubs entsprechen den höchsten europäischen Standards.

Die für die Zuchtzulassung vorgeschriebenen Gesundheitsuntersuchungen sind je nach Rasse unterschiedlich und basieren auf dem aktuellen Stand der Tiermedizin und den heute verfügbaren Diagnosemöglichkeiten. Die Abgabe erfolgt jeweils frühestens 8 Wochen nach dem Wurftag.

Alle in Österreich gezüchteten Welpen unterliegen den strengen Zucht – und Eintragungsbestimmungen des AHHC, haben ÖKV – Ahnentafeln, sind mit Mikrochip versehen, vom Zuchtwart kontrolliert, entwurmt und geimpft.“

Mache sich jeder ein eigenes Bild von Theorie und Praxis, hier aber wird gelogen, dass sich die berühmten Balken biegen. Und was „aktueller Stand“ ist, bestimmen ein paar wenige Funktionäre und „Züchter/innen“ und mit deren „Fachwissen“ ist es anscheinend nicht weit her, oder sie handeln boshaft.

Was aber bleibt? Mal wieder nichts anderes, als meine Forderungen in meinem Artikel über die erste Verpaarung dieses Rüden mit einer Hündin aus dem „Hause“ Kührer. Die 1. Vorsitzende des Clubs für Hüte – und Hirtenhunde möge mitsamt der Zuchtleiterin zurücktreten, denn Schaden ist wahrhaftig genug angerichtet.

Und noch etwas ist mir wichtig. Der zu erwartende Wurf sollte von Interessenten boykottiert werden, denn auch mit diesen Welpen wird kein „Staat zu machen sein“.

Vor Ankauf der Welpen aus dem Wurf Car dren Sharisland  x Bajka crin Biser Sar-Planine wird abgeraten!

Und Martin J.?

Er versprach mir, einen weiteren Wurf gibt es nicht mehr. Ein Mann ein Wort, sollte man denken. Leider, es war ein tschechisches Wort! Nichts wert!

Und allen an diesem Wurf Beteiligten sei ins Stammbuch geschrieben, sie mögen sich mal Gedanken über Verantwortung und Moral gegenüber den Hunden machen, bevor sie so eine unsinnige Verpaarung vornehmen.

Aber es gab noch andere Reaktionen. Eine davon vom 2. Vorsitzendes des HSO, Peter Serfling. Der regte sich auf, ich hätte seine Hündin beleidigt und das artikulierte er klar und deutlich in unserem Gästebuch.

Auch mit ihm habe ich telefoniert und erfuhr erstaunliches. Gelesen hatte er nämlich nichts in diesem Portrait, sondern er wurde angerufen und ihm ein einziger Absatz übermittelt. Aus diesem leitete er die angebliche Beleidigung ab. Meinen Hinweis, er solle mal das ganze Kapitel lesen, hat er anscheinend nicht für besonders ernst genommen.

Die ganze Diskussion will ich hier nicht wiederholen, man kann sie in unserem Gästebuch nachlesen. Wundern kann ich mich immer wieder nur, dass in persönlichen Gesprächen meine Meinung sehr oft als richtig erkannt wird und anschließend kommen dann solche Kritiken. Diese aber werden nach meiner Meinung nur deswegen veröffentlicht, weil es um die „Vereinsmeierei“ geht und das hat für mich schon Züge von Tragikkomödie.

In den vergangenen Jahre ist die Zucht des Sarplaninac erstaunlicherweise ohne diesen Verein ausgekommen und sie wird das auch in Zukunft schaffen. Und zwar, ohne großen Schaden zu nehmen, obwohl der schon groß genug ist. Und weil Herr Serfling meinte, mit meiner Art der Kritik würde ich der Zucht nicht helfen, sei meine Antwort: Dieser Zucht ist nicht mehr zu helfen. Es sei denn, man wirft alles über Bord und beginnt völlig neu. Das aber traue ich den bisherigen Funktionären des Vereines nicht zu .

Dem Verlangen des Herrn Serfling, meine Portrait zu ändern, bin ich natürlich nicht nachgekommen und werde das auch in Zukunft nicht tun. Denn wer mich kennt, weiß, was ich geschrieben habe, bleibt stehen, selbst wenn ich mich mal geirrt habe. Allerdings stehe ich dann auch dazu und ändere meine Meinung genauso öffentlich. In diesem Falle sehe ich dazu keine Veranlassung. 

Am 19. Oktober wollte Herr Serfling mal wieder einen Eintrag in unserem Gästebuch loswerden, den ich gelöscht habe, denn dieses Gästebuch ist kein „Kindergarten“, er schrieb:

„ ... Hallo Herr Deckert, wollte eben nur mal versuchen ob Ihr Gästebuch auch wieder für mich geöffnet ist.“

Per Mail schrieb ich ihm: „es ist, aber solche Einträge veröffentlichen wir nicht, denn das hat mit Gästebuch nicht viel zu tun.“ Und damit war es für mich erledigt.

Seine Reaktion war erstaunlich und ich bekam den Eindruck, hier ist eine neuer Louis de Funès aufgetaucht, der „Komiker“ des HSO, er schreibt:

„ ... Danke Herr Deckert, auf das habe ich nur gewartet. Sie schreiben also falsche Sachen in Ihre Seiten und wenn ich dies richtigstellen will, dann wird das nicht veröffentlicht? Das ist ja sehr interressant. Ich habe aber nichts geschrieben was in irgend einer Form beleidigend wäre, das ist halt nur meine Meinung, und die kann ich doch öffentlich äußern, Ihre Worte. Aber nun weiß ich ja was Sie für ein Mensch sind. Also bis bald, vor Gericht. Danke Herr Deckert.“

Seitdem beschäftigt mich die Frage, vor welchem Gericht soll das ausgetragen werden. Ein Vorschlag: Vor dem „Stockener Narregricht“. Übersetzt, dem Stockacher Narrengericht. Das hätte den Vorteil, dass der Verurteilte seine Strafe in Eimern Wein bezahlen muss und davon haben schließlich alle etwas. Und das hohe Gericht verfügt über den nötigen Humor.

Bis dahin wird noch ein Weilchen hin sein und ich werde bestimmt nicht meine Meinung ändern. Denn es wurde von mir ausführlich beschrieben, die Zucht des Sarplaninac in Deutschland würde am besten beendet, denn zum Wohle der Hunde ist sie nicht. Im übrigen hat sich auch nicht in der Zwischenzeit irgendjemand der Funktionäre dieses Vereines von den „Machenschaften“ in Österreich distanziert und das zeigt mir eben, dass ich recht habe, wenn ich meine, von Zucht hat in diesem Vereine keiner oder keine der Verantwortlichen eine Ahnung.

Direkt oder indirekt bestätigte das Herr Serfling, er schrieb uns:

„ ... Wir sind im Besitz einer wunderschönen Sarpi - Hündin, mit der wir nun einen Wurf planen. Im Moment sind wir auf der Suche nach einem Rüden für Emina. Das ist sehr schwierig, erstens wegen der Verwandtschaft und wegem dem Wesen und der Gesundheit.“

Noch Fragen? Von mir keine mehr.

Im Portrait des Sarplaninac schrieb ich:

„ ... Mindestens bei der Rasse Sarplaninac scheint man im Schweizer Club für ausländische Hirtenhunde nach dem im Lande bekannten und  bewährten Muster zu verfahren, man nehme einen großen Topf, werfe alles hinein und erhitze das ganze. Heraus kommt sauber Fäden ziehend nicht als Käse und noch mal Käse.“

Und das war richtig, basta!

Denn die Züchterin Elsbeth Jennings meinte natürlich auch, zu diesem Thema habe sie etwas zu sagen und das ist beachtlich.

Am 13. August schrieb ihr Darko D. die folgenden Zeilen in ihr Gästebuch:

„ ... warum steht Sarplaninac auf dieser Seite, wenn es keine Sarplaninac sind? Ich kenne diese Rasse sehr gut aber Ihre Hunde sind keine Sarplaninac.

Noch wollte ich fragen, warum mit C und B Hüften gezüchtet wird? Es gibt Züchter die nur mit gesunden Hunden züchten! Warum züchten Sie dann mit Leichter HD und HD Verdacht? Ich bin mir sicher, dass mein Text eh gelöscht wird!

Kaufen Sie sich besser einen Sarplaninac und beginnen Sie schönere Hunde zu züchten!“

Wo er recht hat, hat er recht, nur Frau Jennings sieht das anders und sie riecht Unrat. Darko ist nicht Darko, sondern ein gewisser Herr D. aus Deutschland und der schreibt auch noch anonym. Hier irrt die „Dame“, denn ich schreibe nie in Gästebüchern anonym, mit einer einzigen Ausnahme und das ist lange her und ärgert mich.

Ihre Antwort „giftet“ nur so:

„ ... Hallo Herr D., Vielen Dank für Ihren Eintrag. Natürlich werde ich ihn nicht löschen, denn in jede gute Suppe gehört eine Prise Salz, sonst ist sie nicht geniessbar. Zudem bestätigt sich, dass meine HP gelesen wird.

Sarplaninac steht auf meiner HP, weil meine Hunde tatsächlich Sarplaninac sind, das haben u.a. bis jetzt alle verschiedenen Richter in 8 verschiedenen Ländern festgestellt, in denen ich meine Hunde sehr erfolgreich ausgestellt habe. Gute Züchter u.a. aus dem Balkan, Kosovo, Serbien und Mazedonien haben mich schon gebeten, meine Hunde zur Zucht zu benützen. Vielleicht sollten Sie einmal den offiziellen FCI-Standard lesen.“

Gerade weil Darko D. den Standard kennt, hat er diesen Eintrag geschrieben. Und dass Züchter aus dem Kosovo ausgerechnet diese Hunde für ihre Zucht haben wollten, glaubt sie ja selber nicht. 

Eine „Frechheit das folgende:

„ ... In keinem Land auf dem Balkan, resp. Ex-Jugoslawien, werden die Hunde zur Zucht HD geröntgt. Wie ich in den verschiedenen Balkan-Universitätskliniken gesehen habe, werden auch keine (nach FCI-Bestimmungen) korrekten Bilder von den Hüften gemacht und schon gar nicht entsprechend ausgewertet. Ich kenne nur einen Sarplaninac mit A/A-Hüften, Bronco planinski duh, der aber 1996 erst zweijährig aus familiären Gründen leider eingeschläfert wurde. Seine Hüften wurden in der Schweiz ausgewertet. Auch andere grosse Herdenschutzhunde gibt es sehr selten mit A/A. Das kommt u.a. daher, dass in den Ursprungsländer unkontrolliert verpaart wird. Von den meisten importierten Hunden stimmt das evtl. mitgelieferte HD-Resultat nicht mit dem, was hier in der Schweiz ausgewertet wird, überein.“

Wer ihre „rührseligen Berichte gelesen hat, wie sie zu ihrer Hündin gekommen ist, erinnert sich, sie hat Erfahrungen mit der Klinik in Skopje gemacht. Daraus abzuleiten, in allen Ländern des ehemaligen Jugoslawiens werde nicht oder nur schlecht geröntgt. Ist eine glatte und üble Propaganda. Denn von Slowenien über Kroatien bis Serbien wird seit einigen Jahren immer mehr geröntgt und dazu benötigt man keine Schweizer Hilfe, schon gar nicht die einer Elsbeth Jennings. Diese Ergebnisse werden innerhalb der gesamten FCI anerkannt, können also so schlecht und falsch nicht sein.

Im übrigen gibt es zahlreiche Hunde aus Importen, die HD - frei sind, denn sie stammen aus sehr wohl kontrollierten Verpaarungen. Was eine „unkontrollierte Verpaarung“ ist, zeigt sich, wenn man einfach eine Hündin irgendwo kauft, z. B. in Mazedonien, über die man nichts weiß und dann auf einen Rüden setzt, wie den ihren. Das hat mit durchdachter und geplanter Zucht nichts zu tun. Warum es dazu kam, beschrieb sie selber und das habe ich übernommen im Kapitel „Zucht in der Schweiz“.

Wäre es nicht zum Heulen, man könnte lachen über die folgenden Sätze:

„ ... Was ich nicht verstehe, es gibt so viele Sarplaninac- "Experten", warum machen diese aber nicht die FCI - Richterprüfung, um direkt an den Ausstellungen die in ihren Augen schlechten Hunde auszuscheiden??

Ich gebe Ihnen auch den guten Rat, weitere Diskussionen im dogspot.ch zu platzieren, da gibt es nämlich nochmals einen Herrn D aus Deutschland, der könnte genau Ihr Zwillingsbruder sein, er hat exakt den gleichen Schreibstiel wie Sie! Er schreibt sogar von einem seiner Hunde, dass er die Farbe braun-beige hat, aber diese Nuance konnte ich mit dem besten Willen nirgendwo im offiziellen Standard lesen..... Aber mit diesem Herr D könnten Sie sicher die Welt verbessern.“

Liebste „Sarplaninac - Expertin“, wir wollen die Welt nicht verbessern und schon gar nicht, indem wir den Schwachsinn einer Ausstellung ausgerechnet dieser Rasse auch noch richten oder beurteilen, denn für uns definiert sich ein Hirtenhund nicht über seine Optik, sondern über andere Werte, die aber werden auf eben so einer Ausstellung nicht berücksichtigt.

In ihr Gästebuch schrieb ich ihr dazu:

„ ... es wäre nett, wenn Sie mir mal die Stelle nennen würden, wo ich meinen Hund mit den Farben braun – beige beschrieben habe. Denn ich kann mich nicht erinnern, dies je getan zu haben.

Da Sie diese Farbe aber nicht kennen, wird es so sein, dass er wahrscheinlich ein Mischling ist und er aus einer unkontrollierten Verpaarung kommt. Die gibt es ja überall, nur nicht in der Schweiz. Denn nur dort findet man den authentischen Sarplaninac. Und dazu noch so schöne.“

Wo ich das eben geschilderte geschrieben habe, wollte sie mir nicht beantworten, aber ihre Antwort war dennoch „nett“:

„ ... An dieser Stelle war ein Eintrag von Herrn Deckert aus Deutschland. Obwohl er diesmal nicht unter einem Pseudonym geschrieben hat, habe ich ihn gelöscht.

 Ich möchte auf diesen Seiten ein Gästebuch und nicht eine Plattform für Psychopathen, die ausnahmslos unter der Gürtellinie schreiben, da die Fähigkeit fehlt, sich positiv zu äussern. Herr Deckert hat ja sein eigenes Medium, das Kack-Papier, (Blättle?), oder so ähnlich, das er selber regelmässig voller Stolz mit sehr primitiven Beiträgen füllt.

Da ich mich nicht auf dieses Niveau herablassen möchte, werde ich in Zukunft alle seine Beiträge (wie auch jede versalzene Suppe), ob unter richtigem Namen oder Pseudonym, von Herrn Hartmut Deckert ohne Kommentar dorthin befördern, wo man anschliessend noch mit einem Blättle nachspült.

Ich freue mich aber weiterhin über jedes Mail oder Eintrag von kultivierten Gästen.“

Vorweg, dort wo man anschließend mit einem „Blättle“ nachspült, reicht bei ihr kein Blättle aus, denn für derartige Bemerkungen und Umfänge braucht man schon größere Mengen Papier.

Dann habe ich mir mal das „Kaukasen – Blättle“ angeschaut. 2008 erschienen 18 Artikel, vier davon schrieb ich, also waren 12 von anderen Autoren/innen. Gelesen scheint sie darin nichts zu haben, aber 12 Menschen beleidigen, scheint kein Problem zu sein.

Und zehn Artikel wurden von der Käuferin eines ihrer Welpen geschrieben, die im übrigen Mitbetreiberin dieses „Kack – Blättles“ war. Bliebe die Frage, auf welches Niveau sie sich begeben hat. Tiefer geht es sicher nicht mehr.

Weiter nachgezählt ergibt sich noch eine interessante Zahl. Da erschienen nämlich insgesamt rund 120  „sehr primitiven Beiträge“, etwa 69 waren von mir und immerhin rund 51 schrieb jemand anderes. Alles zusammen in den Augen von Elsbeth Jennings Artikel im „Kack-Papier, (Blättle?), oder so ähnlich“.

Mensch Frau Jennings, mindestens im Falle der Artikel von Dorette K. sollten sie vielleicht mit einem Ausdruck des Bedauerns ihre Meinung ändern.

Eines aber möchte ich auch zu dieser „Dame“ loswerden. Darko D. hat recht, sie hat keine Sarplaninac, auch wenn Sarplaninac drauf steht. Nur das wird sie nie begreifen.

Wer Elsbeth J, aus der Schweiz begreifen  und verstehen will, muss sie persönlich sehen und reden hören. Dieses zweifelhafte Vergnügen hatte ich. Und das war ein „einschneidendes Erlebnis“.

Neuerdings glaube ich wieder an Zufälle, denn just, als sich die „Schweizer Züchterin“ äußerte, bekam ich eine Mail. Und die lohnt sich zu lesen. Züchter Tefik Imeri aus der Schweiz  schrieb mir:

„ ... ich habe einige ihren Beschreibungen  über den Hirtenhund Sarplaninac verfolgt. Und bin nicht einverstanden mit ihnen. Der Sarplaninac ist eine Hunderasse, die den Albanern gehört. Diese Hunderasse wurde vom  ehemaligen Jugoslawien als Landesrasse bei der FCI angemeldet und von der FCI anerkannt.

Uns Albanern in Jugoslawien sind alle Rechte als Volk  weg genommen worden bis zu der Hunderasse. In den Sarplanina Bergen leben 99 Prozent Albaner und kein einziger Serbe, wie kann eine Hunderasse den Serben gehören, ich kenne die Geschichte unserer Vergangenheit. Ich habe es erlebt,. Aber zum Glück ist jetzt der Kosovo ein anerkannter Staat geworden, und jetzt hat das Kosovo ein Recht auf einen Anspruch betreff den Sarplaninac.

Ich denke ihnen gefällt dieser Name. Das serbische  Volk hat bis vor 20 Jahren,  sag ich mal, nichts von einem Hund Sarplaninac gewusst, außer serbischer  Kynologen. Mein Vater vor 23 Jahren arbeitete in Serbien dort bin ich aufgewachsen in den Dörfern habe ich keinen einzigen Sarpis gesehen, aber bei uns in Mazedonien und im Kosovo gehörte der Hund in jedes Haus und jeden Hof… wir  Albaner waren sehr traurig als wir hörten, wenn  ein Serbe sagt, der Sarplaninac ist ein serbischer Hund das ist falsch, der Hund gehört nicht mal den  Mazedoniern, diese möchten gern Mazedonier sein, aber das sind sie auch nicht, es gibt kein mazedonisches Volk.

 Also seien sie lieb und ändern sie ihre Meinung und befassen sie mit Gerechtigkeit, und kommen sie mal mit nach Mazedonien oder Kosovo und sehen sie und fragen sie, seit wie lange die Albaner den Hund Sarplaninac kennen. Ich bin mir sicher, dass sie überzeugt in ihrer Heimat zurück kehren würden. Wen sie noch mehr Fragen haben, dann können sie mir schreiben oder anrufen mob.0041763319 ... ich entschuldige mich, weil meine Rechtschreibung nicht so gut ist. Freundliche Grüße von Sarpi oder Deltari Ilir Züchter Tefik Imeri aus der Schweiz  Schweiz…“

Ausgerechnet dieser Tefik Imeri aber war der „ständige Begleiter“, als Elsbeth J. in Mazedonien auf einer Irrfahrt eine Hündin suchte. Und wie sie es beschrieben hat, fanden die beiden auch einen „Sarplaninac“, aber keinen Deltari Ilir.

Auch daneben seine Bemerkung, ich solle fragen, wie lange die Albaner den Sarplaninac kennen. Sicher kennen sie ihn länger als ich, aber das ist bedeutungslos, denn sie erkennen ihn nicht an als Rasse aus der serbischen Sar – Planina. Denn aus dem Sharr – Gebirge kommt der Deltari Ilir und aus diesem wurde, wie in unserem Portrait beschrieben, der Sarplaninac gezüchtet.

Wenn er aber schon – zu Recht übrigens – darauf besteht, dass im Kosovo die Hunde Deltari Ilir heißen, kann er nicht Züchter sein von Sarplaninac und Deltari Ilir. Für was er sich letztendlich entscheidet, weiß ich noch nicht, helfen könnte ihm aber sicher die Züchterin des „authentischen“ Sarplaninac aus der Schweiz.

Es war interessant, zu lesen, wie die Gemeinde der „angeblichen Experten“ reagiert. Aber auch traurig, dass niemand sich mal Gedanken darüber macht, wie man einer Rasse wirklich hilft. Denn angeblich wollen sie alle das beste.

Manchmal aber ist es das beste, gar nichts zu tun. Sprich die Zucht mit derartigen Hunden einfach einzustellen.

Hartmut Deckert